
Die Grazer Feuerwehr will hoch hinaus: Mehr Personal und neue Geräte – bis Ende 2011 werden 3,4 Millionen Euro investiert. Und auch sonst bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Kompetenzen zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sollen künftig besser geregelt und ein “Katastrophenschutzplan 2015″ erarbeitet werden.
In den vergangenen Wochen war das Rumoren hinter den Mauern der Zentralfeuerwache am Grazer Lendplatz immer lauter geworden. Es herrsche akuter Personalmangel, lautete die Kritik. Manch einer sah gar die Sicherheit der Grazer in Gefahr. Das veranlasste die Stadtpolitik zum Handeln.
Personal wird aufgestockt
Zwölf neue Feuerwehrmänner sollen ab Juli in Ausbildung gehen und bereits Anfang 2011 einsatzbereit sein. Im Gegenzug müssen die Florianis sechs zusätzliche 24-Stunden-Dienste pro Jahr schieben, damit wäre der Personalbedarf gedeckt. Beim Thema Überstunden – bis Ende März hatten sich ja 105.500 angehäuft – dürfte man eine Lösung gefunden haben. Die Stadt bietet den Feuerwehrmännern an, die Überstunden – teilweise - in Freizeit abzugelten. “Dadurch könnten bis zu zehn weitere Feuerwehrmänner aufgenommen werden”, stellt Stadtrat Rüsch klar.
Geräte werden auf neuesten Stand gebracht
Bis Ende 2011 werden 3,4 Millionen Euro in die Geräte (Fahrzeuge, Schutzbekleidung, etc.) investiert. 1,8 Millionen Euro entfallen allein auf die Anschaffung von vier Löschfahrzeugen.
Verbesserung der Zusammenarbeit
Auch die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Florianis soll verbessert werden, Aufgaben klar definiert und Synergien genutzt werden. So werden die Ehrenamtlichen etwa verstärkt bei der Kontrolle von Brandschutzanlagen im Einsatz sein. “Eine von mir eingesetzte Arbeitsgruppe wird bis Ende des Jahres ein entsprechendes Konzept erstellen”, kündigt Stadträtin Grabner an. In Kooperation mit der Uni Graz wird ein “Katastrophenschutzplan 2015″ erarbeitet und auch der “Brandschutzbedarfsplan” soll neu überarbeitet werden.
von Ernst Grabenwarter und Gerald Richter (”Steirerkrone”) und steirerkrone.at
Quelle: www.steirerkrone.at