Ohne Wasser und Feuer gibt es kein Leben, wenn beides außer Kontrolle gerät, dann ist Feuerwehr, Bürgersinn und Versicherung gefordert. Geschichtliches zur Entstehung der Feuerwehr in Graz von Prof. Kubinzky.
Kaum gibt es Graz, brennt es schon
Am Beginn der Stadtgeschichte steht die Nachricht von 30 verbrannten Frauen im Jahre 1115. Aber das ist vermutlich eine Falschmeldung. 1275 sollen bei einem Feuer in Graz 200 Personen verbrannt sein. 1537 brannte die damals noch recht bescheidene Murvorstadt gleich zweimal ab. 1555 kam es wieder zu einer verheerenden Feuersbrunst. Es folgten noch viele Leben und Häuser zerstörende Brände. Mit Bauvorschriften und Feuerverordnungen versuchte man Abhilfe zu schaffen. Holzhäuser, Schindeldächer und eingelagertes Material wie Holz, Stroh und Heu waren brandgefährlich. Offenes Feuer der Heizungen und der Handwerker, aber auch die Lichtquelle Feuer verlangten Regeln und Kontrollen. Aber viele waren nachlässig, oft halfen auch die vorgeschriebenen Wasserbottiche und Kübel nichts. Die große Feuerspritze des 18. Jahrhunderts hatte zwar die halbe Höhe des Burgdaches erreicht, aber das war eben nur ein halber Sieg. Auch funktionierte sie beim Burgbrand von 1707 erst zu spät.
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