Das die Freiwillige Feuerwehr Graz einer solchen Entscheidung unterzogen wurde, trifft sicherlich nicht nur die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, sondern auch einen großen Teil der Bevölkerung.
So haben wir in der letzten Zeit stets versucht, eine transparente, "neue" und moderne Feuerwehr zu präsentieren, deren Schlagkraft zu beweisen, und vor allem die Öffentlichkeit mit einzubeziehen. Eben all die Dinge, die in der Vergangenheit nicht ideal waren. Doch man sollte ganz klar erwähnen, dass es ohne diese Vergangenheit keine so starke und präsente FF Graz geben würde.
Zahlreiche Berufsgruppen, Firmen, Organisationen, Vereine, private Personen und viele mehr konnten uns rund um die Uhr erreichen und beim Großteil wurde deren Anliegen auch erfüllt. Man beachte nur die zahlreichen Kindergartenbesuche, die ständigen Besichtigungen unserer Feuerwache in Kroisbach, die Feuerwehrjugend oder auch nur Übungen, bei welchen wir eingeladen wurden.
Es macht mich gerade deshalb stolz Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Graz zu sein, da bei den vielen Tätigkeiten immer ein "Danke" von der Bevölkerung kommt. Die Wertschätzung, unsere Tätigkeit ehrenamtlich und sehr oft auch in der Arbeitszeit durchzuführen - mit Tätigkeiten sind Dienste neben den Brandsicherheitswachen, Bereitschaftsdiensten oder dem KHD gemeint - wird ständig kundgetan.
Nebenbei sei bemerkt, dass es in Österreich 5 Berufsfeuerwehren gibt, und alle 5 Berufsfeuerwehren alle seit Jahrzehnten mit freiwilligen Feuerwehren zusammenarbeiten. So gibt es in Salzburg zum Beispiel 4 freiwillige Feuerwehren, in Innsbruck gleich 10 an der Zahl, und in Klagenfurt gehören ebenfalls 10 freiwillige Feuerwehren zur Stadt.
All die Verantwortlichen für unsere Lage, welche sich in eine dieser Hauptstädte fragen trauen, ob die freiwillige Feuerwehr einen Sinn macht, und eine Auflösung nicht einfacher wäre, bekommt von mir ein Getränk bei unserem 5-jährigen Festakt 2013 ausgegeben.